Doodles nach ThemenRatgeber

Doodles zu Kunst, Musik und Literatur: Gitarre, Synthesizer, Klimt und Verne

Zu Kunst und Kultur hat Google Doodles für Musiker, Maler, Filmemacher und Schriftsteller gezeigt. Dazu gehören spielbare Musik-Doodles wie die Gitarre zu Les Pauls 96. Geburtstag 2011, der Moog-Synthesizer 2012 und das Bach-Doodle mit künstlicher Intelligenz 2019.

Atelier mit Holztisch, offenem Skizzenbuch voller bunter Kritzeleien, Farbtuben, Pinseln und einer Gitarre an der Wand
Bild: KI-generiert

Google nennt als Anlässe für Doodles neben Feiertagen und Jahrestagen ausdrücklich Menschen, die die Kultur geprägt haben, und führt in ihrer Chronik unter anderem Charlie Chaplin, Freddie Mercury, Georges Méliès und Johann Sebastian Bach auf [1]. Viele Musik-Doodles kann man hören oder selbst spielen. Hier findest du Beispiele aus Musik, Malerei, Film und Literatur. Die Grafiken und Klänge gehören Google. Hier steht, worum es in den Doodles geht; die Links führen zu den Seiten im offiziellen Archiv doodles.google.

Musik zum Mitspielen

Am 09.06.2011 erschien zum 96. Geburtstag von Les Paul ein spielbares Logo in Form einer Gitarre [3]. Les Paul war Musiker, Erfinder und Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame und hat an der Entwicklung der Gitarre mitgewirkt, die das Doodle zum Vorbild nahm [3]. Les Paul experimentierte in seiner Garage mit Mehrspuraufnahmen und Bandecho. Im Sinne dieses Tüftelns konnten Nutzer in den USA mit dem Doodle eigene Stücke von 30 Sekunden aufnehmen und als Link teilen [3]. In einem Nachtrag vom 17.06.2011 meldete Google, dass in den USA in 48 Stunden 40 Millionen Stücke aufgenommen worden seien, zusammen 5,1 Jahre Musik [3]. Gebaut haben das Doodle die Ingenieure Kristopher Hom und Joey Hurst mit Teamleiter Ryan Germick, unter anderem mit JavaScript, HTML5 Canvas und CSS; für den Klang nutzten sie Flash [3].

Elektrische Gitarre und kleiner alter Synthesizer mit Reglern und Kabeln auf einem Holztisch in einem gemütlichen Heimstudio
Bild: KI-generiert

Ein Jahr später folgte am 23.05.2012 ein Synthesizer zum 78. Geburtstag von Robert Moog [4]. Sein elektronischer, analoger Moog-Synthesizer aus der Mitte der 1960er-Jahre wurde laut Archivseite unter anderem von den Beatles, den Doors, Stevie Wonder und Kraftwerk genutzt [4]. Für 24 Stunden konnte man auf der Startseite Tasten und Regler eines kleinen Synthesizers mit Maus oder Tastatur bedienen [4]. Ein angeschlossenes Vierspur-Tonbandgerät nahm die Stücke auf, die sich danach abspielen und teilen ließen [4]. In Chrome erzeugte das Doodle den Klang direkt mit der Web Audio API, andere Browser nutzten Flash [4]. Weitere spielbare Doodles stellt Interaktive Doodles und Doodle-Spiele vor.

Klassik: Bach und Beethoven

Das Doodle "Celebrating Johann Sebastian Bach" vom 21.03.2019 war das erste Doodle mit künstlicher Intelligenz [1, 5]. Du schreibst eine Melodie von zwei Takten, und ein Modell setzt sie im Stil Bachs mehrstimmig [5]. Das Modell heißt Coconet und wurde mit 306 Choralsätzen Bachs trainiert, die sich wegen ihrer knappen vierstimmigen Form gut dafür eigneten [5]. Es läuft mit TensorFlow.js direkt im Browser; für zu langsame Geräte übernehmen Googles Rechenzentren die Arbeit [5]. Im Doodle sind Orgelpfeifen zu sehen. Zu Lebzeiten war Bach vor allem als Organist bekannt und verstand sich darauf, Orgeln zu bauen und zu reparieren [5]. Zu Lebzeiten sah er nur wenige seiner Werke gedruckt; heute sind mehr als 1.000 seiner handschriftlich überlieferten Werke veröffentlicht [5]. Als Fundstück für Neugierige versteckt das Doodle eine Spielerei, die Bach mit Rockmusik der 1980er-Jahre mischt [5].

Schon am 17.12.2015 hatte Google ein Puzzlespiel zu Ludwig van Beethoven gezeigt [6]. Du hilfst ihm auf dem Weg zum Konzertsaal, indem du Stücke seiner bekanntesten Werke in die richtige Reihenfolge bringst [6]. Wann Beethoven geboren wurde, ist unklar; das Doodle erschien am 245. Jahrestag seiner Taufe [6]. Die Klavieraufnahmen spielte Tim Shneier ein, die Gestaltung leitete Leon Hong [6]. Die Archivseite erzählt dazu von Beethovens schwieriger Jugend: Sein Vater nahm ihn mit zehn Jahren aus der Schule, damit er mit seiner Begabung Geld verdiente, und auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn begann er sein Gehör zu verlieren [6]. Mehr über Beethovens Leben steht auf geschichte.domain-root.de unter Ludwig van Beethoven.

Pop und Rock: Freddie Mercury

Zum 65. Geburtstag von Freddie Mercury lief am 05.09.2011 ein Doodle von 90 Sekunden zu dem Queen-Stück "Don't Stop Me Now" [7]. Laut Archivseite war es weltweit am 5. September zu sehen, in den USA wegen des Labor Day erst am 6. September [7]. Die Entwicklung dauerte etwa vier Monate, die meiste Zeit davon ging in die Planung des Zeichenstils [7]. Zur Archivseite gehört ein Gastbeitrag von Brian May, Gitarrist und Gründungsmitglied von Queen. Er erinnert sich darin an seine erste Begegnung mit Mercury bei einem frühen Auftritt, als die Band noch SMILE hieß [7].

Malerei: Klimt und Klee

Für das Doodle zum 150. Geburtstag von Gustav Klimt am 14.07.2012 malte Jennifer Hom mit Ölfarbe und unechtem Blattgold eine Hommage an sein bekanntestes Gemälde "Der Kuss" [8]. Kollegen fotografierten die Arbeit in einem Büro, das zum Atelier umgebaut wurde [8]. Jennifer Hom beschreibt Klimt auf der Archivseite als Künstler, dessen Stil von grafisch über fotorealistisch bis üppig verziert reicht und dessen Werke gefühlvoll, geheimnisvoll und erzählend wirken [8]. Im Archiv ist das Doodle dem Thema Malerei zugeordnet [8].

Staffelei mit unfertigem abstraktem Gemälde in Rot und Gold, daneben Palette und Pinsel im Sonnenlicht
Bild: KI-generiert

Am 18.12.2018 erinnerte Google an den 139. Geburtstag des in Münchenbuchsee in der Schweiz geborenen Malers Paul Klee [9]. Das Doodle greift sein Bild "Rote Brücke" von 1928 auf, das Dächer und Bögen einer Stadt in Formen und Farbflächen zerlegt [9]. Laut Archivseite spielte Klee Geige in einem Sinfonieorchester, bevor er sich ganz der Malerei widmete, gehörte zum Kreis des Blauen Reiters und lehrte in den 1920er-Jahren am Bauhaus in Weimar [9]. Im Jahr 1939 schuf er 1.239 Werke, so viele wie nie zuvor [9]. Weitere Doodles zu Künstlern aus der Schweiz und aus Österreich findest du unter Google Doodles in der Schweiz und Google Doodles in Österreich.

Film: Chaplin und Méliès

Zum 122. Geburtstag von Charlie Chaplin zeigte Google am 16.04.2011 das erste Doodle mit echten Schauspielern [10]. Das Doodle-Team drehte einen kurzen Stummfilm, in dem alle Teammitglieder mitspielen; Mike Dutton spielt Chaplin mit Schnurrbart, Hut und geschminkten Augen [10]. Gedreht wurde in Niles in Kalifornien, wo mehrere frühe Chaplin-Filme entstanden, darunter "The Tramp"; beraten hat das örtliche Stummfilmmuseum [10]. Das Video war 36 Stunden auf der Startseite zu sehen [10]. Chaplin schrieb, inszenierte und produzierte laut Archivseite mehr als 80 Filme, darunter "The Kid", "The Gold Rush" und "Modern Times", und komponierte für viele davon die Musik selbst [10]. Ryan Germick vom Doodle-Team schreibt dort, Chaplins Filme hätten ihm als Schüler gezeigt, wie viel sich mit Bildern allein erzählen lässt [10].

Ein anderes Format wählte Google 2018 für den französischen Filmpionier Georges Méliès: Sein Doodle war das erste in Virtual Reality mit 360-Grad-Ansicht und wurde für einen Emmy nominiert [1].

Literatur: Jules Verne und Schiller

Zum 183. Geburtstag von Jules Verne am 08.02.2011 konntest du mit einem Hebel die Nautilus aus "20.000 Meilen unter dem Meer" durch die Tiefsee steuern [11]. Auf Geräten mit Lagesensor reichte es, das Gerät in die gewünschte Richtung zu neigen, sofern eine neuere Version von Chrome oder Firefox lief [11]. Programmiert war das Doodle mit CSS3, geholfen haben Marcin Wichary und Kris Hom [11]. Die Doodlerin Jennifer Hom schreibt auf der Archivseite, sie habe als Kind das Buch in einer Bibliothek entdeckt, und Vernes Romane drehten sich um Entdeckungen zu Land, in der Luft und unter Wasser [11].

Messing-Taucherhelm und alter Schiffskompass auf einem dunklen Holztisch neben Federkiel und Tintenfass bei Kerzenlicht
Bild: KI-generiert

Am 10.11.2019 folgte ein animiertes Doodle zum 260. Geburtstag von Friedrich Schiller, dessen Entwurf von Matt Cruickshank stammt [12]. Schiller wurde laut Archivseite 1759 in Marbach geboren und besuchte eine strenge Militärakademie in Stuttgart [12]. "Die Räuber" veröffentlichte er 1781 auf eigene Kosten; ein Theater in Mannheim brachte das Stück mit großem Erfolg beim Publikum auf die Bühne, seine Kritik an der Obrigkeit verärgerte aber den Herzog [12]. Die Archivseite nennt ihn einen der wichtigsten Dramatiker Deutschlands und erinnert an "Die Räuber", "Don Carlos", die "Wallenstein"-Trilogie und "Maria Stuart" [12]. Sein Gedicht "An die Freude" von 1785 regte Beethovens Neunte Sinfonie an, die später zur offiziellen Hymne der Europäischen Union wurde [12]. Schiller war seit 1794 mit Goethe befreundet, über den geschichte.domain-root.de unter Johann Wolfgang von Goethe berichtet.

Kunst-Doodles im Archiv finden

Die Suche auf doodles.google hat einen eigenen Themenbereich "Arts" [13]. Darunter stehen einzelne Filter wie Music, Painting, Literature, Poetry, Cinema, Theater, Dance, Photography, Sculpture und Architecture [13]. Zusätzlich kannst du nach dem Format filtern, etwa "Interactive Game" oder "Video", und so gezielt spielbare Musik-Doodles oder Filme finden [13]. Einzelne Personen suchst du am schnellsten mit dem Namen. Nach ihrer Zeit auf der Startseite, meist ein bis zwei Tage, bleiben die Doodles im Archiv abrufbar [2].

Weitere Menschen, die ein Doodle bekommen haben, stellt Doodles für Persönlichkeiten vor. Wie du im Archiv gezielt suchst, erklärt Alte Doodles finden: so nutzt du das Archiv.

  1. Organisation The story behind Doodles. Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Discover how Doodles are made. Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Les Paul's 96th Birthday. Google. Stand 09.06.2011. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Robert Moog's 78th Birthday. Google. Stand 23.05.2012. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Celebrating Johann Sebastian Bach. Google. Stand 21.03.2019. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Celebrating Ludwig van Beethoven's 245th Year. Google. Stand 17.12.2015. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Freddie Mercury's 65th Birthday. Google. Stand 05.09.2011. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Gustav Klimt's 150th Birthday. Google. Stand 14.07.2012. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation Paul Klee's 139th Birthday. Google. Stand 18.12.2018. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation 122nd Birthday of Charlie Chaplin. Google. Stand 16.04.2011. abgerufen am 29.10.2026
  11. Organisation Jules Verne's 183rd Birthday. Google. Stand 08.02.2011. abgerufen am 29.10.2026
  12. Organisation Friedrich von Schiller's 260th Birthday. Google. Stand 10.11.2019. abgerufen am 29.10.2026
  13. Organisation Search our Doodle Library Collection. Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.